Neuigkeiten vom Silbermarkt

Heute wieder mal ein klassischer Off-Topic Artikel, den diejenigen, die mich kennen, aber sicher zu würdigen wissen: Es gibt bedeutsame Entwicklungen am Silbermarkt, die uns, als aufmerksame Beobachter, nicht entgehen dürfen.
Silber 110909 Analyse

Der Silberpreis ist aus der, mittlerweile 1 Jahr andauernden, seitwärts gerichteten Dreiecksformation ausgebrochen und sollte nun zügig die alten Hochs vom Frühjahr und Hochsommer 2008 erklimmen (20 und 18 USD je Feinunze) und diese auch überschreiten. Doppelt bedeutsam ist der Ausbruch dadurch, dass die untere Begrenzung des Dreiecks zuerst gebrochen wurde, eine klassische Bärenfalle, nur um dann an der roten Pull-Back Linie zu drehen und zügig die obere Begrenzung klar zu durchschneiden.

Ein Kursziel von 32 USD je Feinunze erscheint vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftspolitischen und fiskalpolitischen Gemengelage nicht unrealistisch.

Der Markt hatte 2008 einen Zwischenstopp eingelegt, bedingt durch das deflationierende Verhalten der Geschäftsbanken. Getrieben von ihrer prozyklischen Angst vor weiteren Hiobsbotschaften und Bilanzgranaten, hatten diese einen extremen „Knauserkurs“ und ein generelles Deleveraging (= „Enthebelung“ von Derivaten) eingeleitet. Das Stichwort von der „Kreditklemme“ kursierte seitdem. Die staatlichen Billionen (=“Maßnahmen!“) drohten zu verpuffen und uns wurde ein tiefer Ölpreis, ein seitwärts gehender Edelmetallmarkt und ein starker Dollar/schwacher Euro beschert. Wie schön, für die deutschen Exporteure!

Doch diese Entwicklungen sind nun zum Stillstand gekommen. Die Banken werden staatlicherseits gezwungen, das Geld in den Markt zu pumpen, notfalls mit den Mitteln einer (Teil-)Verstaatlichung, wie es auch in Deutschland im Fall der Commerzbank bereits ablesbar ist. Daher sollte man jetzt handeln, um das vorhandene Marktmomentum im Edelmetall zum eigenen Vorteil zu nutzen. Aufgeschobene Silberkäufe jetzt weiter zurückzuhalten, könnte ärgerlicher sein als ein kurzfristiger Verlust. Denn merke: Nichts schmerzt mehr, als entgangener Gewinn!

Wichtiger Hinweis: diese Betrachtungen stellen keinerlei relevante wirtschaftliche oder vermögensberatende Hilfe dar. Jeder muss seine eigenen Informationen beim Fachmann einholen und selbstverantwortlich seine Entscheidungen treffen!

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