Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr …

so steht es im Gedicht „Herbsttag“ von Rainer Maria Rilke.
Silber-Euro KursAus aktuellen Anlass, für alle, die auch die Inflationsthematik mitverfolgen: Gold brach sowohl im USD als auch im EUR gestern und heute durch wichtige Widerstände nach oben. Silber heute vormittag (siehe Bild. Widerstand bei 11,17 EUR/Unze).

Damit dürfte nun der Weg für einen neuen gigantischen Schub nach oben frei sein. Der aktuelle (inszenierte) Crash am Aktienmarkt und der Sprung nach oben bei den Anleihen funktionierte, wie immer, als „Inflationsventil“. Jedoch wirkt dieses Verfahren immer nur kurzzeitig, wie das eben bei Überdruckventilen so ist. Der Zinssenkungsentscheid der FED vor wenigen Tagen -„um den Crash zu verhindern“ – heizt das Feuer unter dem Inflationskessel weiter an und die Inflation wird logischerweise in der nächsten Zeit einen neuen Schub machen. Das alles ist direkt ablesbar an den Edelmetallcharts.

Also ich hoffe, Ihr habt alle Eure Edelmetallreserven bereits gebunkert. Oder stellt Euch doch wenigstens Euren Kopf aufs Klavier. Aus Silber. Damit Ihr immer wisst, wo Euer Kapital geblieben ist 😉

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6 Kommentare

  1. Hallo,
    da muss man schon etwas mehr auf der Seite lesen, um zu verstehen, wieso denn dieser Artikel in einem Kunstblog steht. Das Projekt hört sich sehr spannend an. Bist Du zufrieden mit dem Zuspruch den es findet? Ich kann mir gut vorstellen auch bei meinem http://www.kunstfreunde-blog.de darüber zu berichten.
    Viele Grüße
    Christiane

  2. Ja, Christiane. Da hast Du recht. Direkt auf der Hand liegt es nicht. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Währungsentwicklung und Kunst tiefer als zuerst anzunehmen ist. Ich hoffe, dass ich das bald mal darstellen kann. Bislang habe ich noch nicht die Zeit dazu gefunden. Ich muss dazu erst den Gesamtkontext meiner Arbeit näher erläutern. Die „Hundert Köpfe“ sind nur ein Teil. Aber ein wichtiger. Denn im Kopf wird gedacht. Und das Denken erschafft unsere Welt. Das heutige Denken führt zu Inflation, die unsere nächste globale Katastrophe darstellen wird. Vielleicht kann für’s erste ein Beuys Zitat genügen: „Kunst = Kapital“.
    Gerne kannst Du über mein Projekt berichten.
    Gruß
    T.

  3. Hallo Tilmann,
    leider ein bisschen später als gewünscht, aber dann doch habe ich heute über Dein Projekt bei den Kunstfreunden gepostet. Ich hoffe es trägt zur Verbreitung bei. Klasse Projekt übrigens!
    Weiter viel Erfolg
    Christiane

  4. Von mir aus könntest Du ja noch viel mehr solcher Beiträge aus dem Wirtschaftsbereich bringen. Ich finde, es ist so wichtig, über den Tellerrand zu schauen, erstens für den Reality-Check und zweitens, um Neues zu lernen.

    Das von Dir gebrachte Beuys-Zitat ist ungeheuer vielschichtig, schließlich gibt es ja nicht nur Kapital in Form von Geld.

  5. Lieber Christian,
    „Kapital“ kommt ja vom lateinischen „Caput“, dem Wort für Kopf. Meistens wird das immer so erklärt, dass das Vieh, gezählt nach Köpfen, als Währung in einer bäuerlich oder nomadisch geprägten Kultur diente und daher der Kopf für Kapital steht. Oder es wird erklärt, dass auf den römischen Münzen immer der Kopf des Kaisers als Garant für den Wert des Geldes abgebildet war.

    Viel richtiger erscheint mir aber die Formulierung: Das Kapital IST DER KOPF. Diesen Gedanken wollte ich im Schlußsatz des obigen Beitrags auch durch die hintersinnige Ironie andeuten.

    Der Beuys’sche Gedanke „Kunst=Kapital“ drückt denselben Sachverhalt aus, den ich mit „Kopf=Kapital“ etwas allgemeinverständlicher formuliere. Beuys will mit seiner Aussage „Jeder Mensch ist ein Künstler“ nur auf die prinzipielle Schöpferkraft in jedem Menschen hinweisen (Es geht nicht darum, dass jeder Bilder malen sollte!). Diese Schöpferkraft ist unser Kapital. Dieses Kapital ist nichts außerhalb von uns liegendes. Nichts im Bereich der SACHEN. Die Schöpferkraft hat in den Gedanken der Menschen ihre Wurzel. Und diese Gedanken befinden sich – eben – im Kopf.

    Ich bin sicher, Du meintest auch etwas derartiges, mit Deiner Anmerkung. Übrigens … „Reality Check“ … Du hörst wohl auch soviel FM4 wie ich, wenn ich in Niederbayern bin 😉

  6. Jetzt habe ich wieder was dazu gelernt. Danke, Tilmann! In diese Richtung sollte meine Anmerkung zwar gehen, aber so profund hätte ich das nie erklären können. Das hätte eigentlich einen ganzen Beitrag verdient; Bookmark ist gesetzt. 😉

    Der „Reality Check“ kommt übrigens bei mir nicht von FM4, sondern ist etwas, was ich in den letzten Tagen auf einer Konferenz mit vielen Amerikanern des öfteren gehört habe. Und heute habe ich es schon hier verwendet. So schnell geht das…


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