Hals über Kopf

Noch’n kleiner Pausenclown, da ich für den Rest der Woche in meinem Atelier in Niederbayern bin. Folglich geht es hier kaum weiter.

Hals über Kopf

Zum Trost, die bekannte Redewendung Hals über Kopf einmal bildlich ausgedrückt. Viel Spaß 😉

Anmerkung:
Durch den Kopfstand wirken die Dinge sofort „abstrakt“, da dann das begrifflich kategorisierende Denken versagt (bei den meisten Menschen in der linken Gehirnhälfte beheimatet) .

Ergo, wird durch den Kopfstand die gegenständliche, d.h. die von der Denkschablone des Begriffs überlagerte Form ausgehebelt und es tritt das „reine“ Sehen an die Stelle des „kategorischen“ Sehens.

Ein Kunstgriff, den der Maler Baselitz einst zu seinem „Markenzeichen“ machte. Ich nutze dies in meiner praktischen Arbeit oft, in dem ich mir die Dinge von unten (oder aus einem anderen ungewohnten Blickwinkel) ansehe. Dies hilft mir beim klaren Erfassen der tatsächlich vorhandenen Form. In diesem Bild kann man so, anhand der Schattenverläufe an Kinn, Hals und Wangen, besonders gut die subtile Modellierung der Arbeit erkennen.

Die Redewendung steht im allgemeinen Sprachgebrauch für eine verwirrende oder als chaotisch empfundene Situation. Tatsächlich wird dabei das lineare Denkmodell „verwirrt“, was aber auch sein Gutes hat: man kommt in der Folge oft zu ungewohnten Einsichten.

Kopf 2 – Der Aufbau (II)

kopf25.jpg    kopf26.jpg    kopf27.jpg

Hier seht Ihr, wie es weiter geht. Bild 1 zeigt das Zuwölben der 8 Kammern.  Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass man statt des Hohlaufbaus auch den Kopf massiv in Ton aufbauen kann. Man braucht dazu aber mehr Material. Wenn man später brennen will, muss man den Kopf vorher, wenn er „lederhart“ getrocknet ist, mit den Schlingen sorgfältig aushöhlen und wieder verschließen.

Auf diesem Bild (1) seht Ihr auch, dass ich sofort ein kleines Problem bekommen habe: der Kopf wurde durch das Eigengewicht des Tons doch zu schwer (er war wahrscheinlich über Nacht auch zu feucht eingepackt) und ist mir an der Gewindestange durchgesackt. Ich habe erst versucht mit einer Platte zu arbeiten, bin dann aber doch auf meine viel bewährte Gerüst-Stange zurückgekommen (siehe Bild 2). Leider lässt sie sich später so schwer lösen 😦

Inzwischen habe ich schon „Maß genommen“.  D.h. ich habe die zu portraitierende Person in allen wichtigen Dimensionen mit dem Portraitzirkel ausgemessen und die Daten entsprechend dem goldenen Schnitt verkleinert. Dabei sind die 5% Materialschwund bei der Lufttrocknung dieses Tons wieder hinzu zu addieren, damit die Verkleinerung später auch noch genau ist. Das alles mache ich mit einer Excel Tabellenkalkulation, da ich die 36 Messwerte so viel einfacher berechnen kann und sie gleich als Maßtabelle zur Hand habe.

kopf28.jpg    kopf29.jpg    kopf24.jpg

Mit Bild 3 beginnt die Individualisierung des Kopfrohlings. In Bild 4 und 5 stimmen schon die wichtigsten Höhen- und Breitenverhältnisse des Gesichts. Ab diesem Punkt beginne ich nun mit den eigentlichen Portraitsitzungen, d.h. mit der Arbeit am lebenden Modell. Vorerst konzentriere ich mich auf den reinen Gesichtsschädel. Alles weitere, wie Haare, Hinterkopf und Hals werden später bearbeitet. 

Bild 6 zeigt die Vorbereitung als Christo Verpackung über Nacht, damit der feuchte Ton nicht austrocknet. Nie zu feucht machen, sonst zerfällt die Arbeit durch die aufgesaugte Nässe.

Kopf 2 – Der Aufbau (I)

Hier könnt Ihr sehen, wie ich jeden Kopf anfange. Diesmal wird in Ton modelliert, da dieser Kopf nach der Fertigstellung gleich in Silber gegossen werden wird und das Modellieren in Ton einfach zügiger geht als in Gips.

Die hier verwendete keramische Masse ist ein sehr feiner, hellgrauer Ton aus dem Westerwald mit 25% Schamotte in 0,2 mm Korngröße.

Ton schrumpft beim Trocknen durch die Abgabe von Wasser an die Luft.  Bei diesem Vorgang geht die Plastizität des Materials zurück und der Ton wird hart und bruchempfindlich. Dieser Ton hier schrumpft bis zu 5% durch Lufttrocknung. Die Schamotte (das sind kleine, bereits gebrannte Tonkrümel in definierter Korngröße, die mechanisch untergemischt werden) verhindert die Rißbildung beim Trocknen und dämpft die Schrumpfung.

Ich muß die Schrumpfung des Tons bei der Vermessung der Köpfe berücksichtigen, um später eine maßgenaue Verkleinerung zu erhalten.

Bild 1 zeigt die verwendeten Werkzeuge: Schlingen in unterschiedlicher Größe und verschiedene Modellierhölzer.

 werkzeug_ton.jpg

Der Kopf wird auf einer Gewindestange aus Edelstahl begonnen (Bild 2) .

 gewindestange.jpg    kopf2_kammern.jpg    kopf2_kammern2.jpg    kopf2_verhuellt.jpg

Das Gewinde verhindert, dass der Kopf durch das Eigengewicht des feuchten Tons an der Stange absackt. Dies würde bei einer Stange mit glatter Oberfläche passieren. Die Stange würde dabei durch den weichen Ton stoßen und oben am Kopf heraustreten, was nicht erwünscht ist. Der Kopf soll ja schön dort oben bleiben, (Bild 3) , damit man optimal daran abeiten kann.

Die Stange muss aus Edelstahl sein. Nicht aus Holz oder Eisen. Holz würde durch die Feuchte des Tons quellen, Eisen korrodiert. Beides würde verhindern, den Kopf später ohne Beschädigung wieder von der Stange lösen zu können.

Wenn die Oberfläche quillt oder korrodiert, sitzt die Stange nachher, wenn der Ton durch die Trocknung schrumpft, so fest, dass man sie nicht mehr herausbekommt. Edelstahl reagiert nicht und die Oberfläche bleibt glatt. Ich kann den Kopf durch das Gewinde später einfach herausdrehen.

In Bild 3 und 4 seht Ihr die Aufteilung des Kopfes in 2×4 Kammern, die später hohl bleiben. Sie müssen untereinander verbunden sein damit die Luft zirkulieren kann.

Besonders wenn man den Kopf später brennen möchte, d.h. im Ofen bis zu 1.200° C erhitzen will, dürfen keinerlei abgeschlossene und mit Luft gefüllte Hohlräume vorhanden sein. Sonst … knallt es! Die erhitzte Luft dehnt sich so stark aus, dass der erhärtete Ton im Ofen explosionsartig in Scherben springt. Je gröber die eingearbeitete Schamotte, desto poröser ist der Scherben und desto geringer die Gefahr des Zerplatzens.

Hier muß ich nicht so genau arbeiten, da von vorne herein nur die Lufttrockung vorgesehen ist. Daher kann ich eine sehr feine Schamottierung wählen und erziele damit ein glatteres Finish.

Zuletzt ist der Kopf immer gut feucht zu halten, so lange bis die Arbeit fertig ist. Daher wird er bei Arbeitspausen in feuchte Tücher eingewickelt (Bild 5) und mit einer Plastiktüte umhüllt.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig …

Till - Tim - Tintin? tiku1.jpg      . . .  und nicht beabsichtigt!

Ein kleiner Pausenclown zwischendurch, weil ich nun schon mehrmals darauf angesprochen wurde 🙂

Morgen beginne ich Kopf Nummer 2. Ich werde Euch daran teilnehmen lassen und auch während des Herstellungsprozesses von Anfang an fotografieren und hier veröffentlichen.

PS: das rechte Bild ist übrigens nicht irgendwo „geklaut“ sondern von mir gezeichnet. Also nur „nachgeahmt“ und „nachempfunden“.

Kunst und Steuern

Noch so ein Thema, das in einem Kunstblog eigentlich nichts verloren hat: die allseits beliebten Steuern. Trotzdem gehört es zum Leben und als wirtschaftlich interessierter Mensch muss man auch damit umgehen.

Also – hier ein kleiner Hinweis, der doch irgendwie mit uns allen zu tun hat:

Ab dem 1.1.2009, d.h. in nur dreizehneinhalb Monaten, ändert sich die Welt des Sparens und Investierens in Deutschland. Die neue Abgeltungssteuer wird eingeführt. Als klassische Quellensteuer, werden 25% der Erträge aus Kapitalanlage  (+ 1,375% Solidaritätszuschlag + 2% Kirchensteuer = 28,375%) direkt an der Quelle, d.h. bei der Bank die das Depot führt, an den Fiskus abgeführt.

Damit fällt die früher so beliebte Spekulationsfrist von einem Jahr weg. Das Ganze wird uns wie gewohnt als große Verbesserung vekauft, aber unterm Strick Strich, greift der Staat tiefer in unsere Taschen als vorher. Statt Höchst-Steuersatz von 22,5% nach bisherigem Halbeinkünfteverfahren nun immer 25%. Wie dadurch das abgewanderte Kapital wieder „heimkehren“ soll bleibt schleierhaft.

Es gibt jedoch noch ein paar winzige Lücken. So gilt für die Gewinne aus der Veräußerung sonstiger beweglicher Vermögensgegenstände – das betrifft z.B. Kunst oder Edelmetalle – weiterhin die Spekulationsfrist von einem Jahr. D.h. wer diese Gegenstände länger als 1 Jahr in seinem Besitz hatte – und das macht man ja meistens bei derartigen Sachen – kann die Veräußerungsgewinne weiterhin, also auch nach dem 1.1.2009, steuerfrei einsacken.

Fazit: wer jetzt noch Goldbarren, Silberbarren und Kunstwerke kauft, letztere idealerweise auch noch aus Edelmetall, kann diese Anlage auch in Zukunft steuerfrei veräußern. Es ist zudem eine das Anlage-Risiko minimierende Strategie (Diversifikation), da die Märkte Rohstoffe und Kunstwerke nicht miteinander korreliert sind.

Das Thema Edelmetall ist momentan heiss und wird gerade von der Allgemeinheit wieder entdeckt, wie ein Blick in die Presselandschaft zeigt:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,515397,00.html

und

http://www.handelsblatt.com/News/Boerse/Rohstoffe-Devisen/_pv/_p/203855/_t/ft/_b/1346741/default.aspx/goldrausch-in-muenchen.html

Dennoch lohnt es sich für Anleger im Euroland noch immer jetzt einzusteigen, da der Preis aufgrund des starkten EUR/USD Verhältnisses in EUR noch nicht zu stark gestiegen ist. Der Höchstkurs wurde – wie das im USD der Fall ist –  noch nicht überschritten. Das kommt aber noch.

Edelmetalle und Gold - Kursentwicklung Investieren Gold

Eine Anmerkung zum Preis der Feinunze Gold in USD sei mir noch gestattet: Wir haben zwar nun das Preisniveau der achziger Jahre erreicht. Gemessen in heutiger Kaufkraft des USD müsste die Feinunze aber bis 2.500 USD steigen, damit die Höchstkurse von damals wieder erreicht wären. Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Hinweis, den mir gerade ein profunder Kenner der Materie mitgeteilt hat. Im Klartext: auch in USD/Feinunze stehen wir gerade am Anfang der Entwicklung. Jedoch fehlt vielen die Phantasie, um sich eine derartige Entwicklung vorzustellen.

Damit nun aber Schluss! Das soll genügen und die nächsten Einträge handeln wieder strikt über Kunst.

____________________________ 

Disclaimer/Haftungsausschluss: diese Betrachtungen stellen keinerlei relevante wirtschaftliche oder steuerliche Hilfe zur Anlageentscheidung dar. Jeder muss seine eigenen Informationen beim Fachmann einholen und selbstverantwortlich seine Entscheidungen treffen!

Wie kann man teilnehmen?

Nachfolgend beantworte ich eine Frage, die mich heute per Email erreicht hat und die, wie ich denke, für ein breiteres Publikum interessant ist. Daher möchte ich die Frage und ihre Antwort an dieser Stelle veröffentlichen.

Gesendet: Montag, 5. November 2007 10:41
An: ‚Tilmann Krumrey‘
Betreff: RE: Tilmann Krumrey – Webseite

Hallo Till,

mir ist noch eine Frage zu Deinen Köpfen eingefallen.

Habe ich das richtig verstanden, dass sozusagen jede/r in die Erstellung seines/ihres Kopfes investieren kann? Oder machst Du auch Köpfe, weil Dich der „Gesichtstyp“ interessiert?

Und wie kommst Du an die 100 „Köpfe“??

Herzliche Grüße,

A.

Hier meine Antwort:

Hallo A.,

Danke für Dein Interesse. Ja jeder kann daran teilnehmen. Ich urteile nicht über Schönheit oder Aussehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass JEDER MENSCH ES WERT IST beachtet zu werden.

Allerdings sind die 100 „Plätze“ begrenzt und innerhalb der 100 Plätze habe ich 9 Kategorien vorgesehen, die den 9 Charaktertypen des Enneagramms entsprechen. Ich wollte diesen Zusammenhang nicht so sehr an die große Glocke hängen, aber da Du fragst, bitte schön: 

Es werden 9×11 Menschen eines Typus portraitiert (das sind 99). Einer bleibt leer, das ist die Null, das Absolute, das Eine, die Leere.

Wenn ein Charaktertyp voll ist (d.h. 11 Personen erfasst sind) kann ich keinen Menschen, der diesem Typus entspricht, mehr aufnehmen. 

Ein Beispiel: Ich selbst bin im Theater dieses Lebens eine 4. D.h. in dieser Kategorie ist bereits ein „Platz“ weg. Daher kann ich jetzt nur noch 10 Vierer portraitieren. Später, wenn es mehr Köpfe und mehr Charaktertypen werden, kann man sich auf dieser Webseite unter „Kategorien“ alle Köpfe eines Charaktertypus anzeigen lassen. Vielleicht finden sich ja auch äußerlich Gemeinsamkeiten? 

Die einzelne Typ-Einteilung wird „wissenschaftlich“ gemacht, fußt also nicht auf meiner persönlichen Einschätzung. Oft treffe ich zwar ins Schwarze, aber ich habe mich entschlossen, die zu portraitierenden Personen im Rahmen eines Forschungsprojektes mittels eines kaum zu manipulierenden Fragebogens von 139 Multiple-Choice Fragen einzuordnen: http://www.synteam.de/ngramm.htm

Ich komme an die „Köpfe“ indem ich mir selbst Personen auswähle, aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, und indem ich auch bestimmte prominente Persönlichkeiten direkt anspreche und dafür begeistere teilzunehmen.

Ansonsten lasse ich die Menschen auf mich zukommen. Dies geschieht über Mund zu Mund Propaganda, über meine Webseite und durch die Galerie (http://www.bullion-art.com/). Die Galerie bewirbt das Projekt extra, stellt es auf verschiedenen Messen vor und bringt es einem ausgewählten Kundenkreis per Direct-Mailing nahe (Briefsendung und Prospekt).

Auf der letzten Messe in München waren viele Interessenten auf dem Messestand. Das Projekt und der ausgestellte Kopf kamen sehr gut an. Wie viele konkrete Anfragen dabei herauskommen, kann ich derzeit noch nicht abschätzen. Aber ich denke es sind genug, um weiterzumachen. 

Schöne Grüße

Tilmann

Etwas Humor ist angebracht

Ich möchte Euch ein paar Bilder nicht vorenthalten, die ich als kleine humoristisch-antike Konnotation gemacht habe.

Ausstellung, Bildhauer, Hephaistos, Efeu, Kopf, Kunst, Portrait, Skulptur    Ausstellung, Bildhauer, Hephaistos, Efeu, Kopf, Kunst, Portrait, Skulptur 

Der Kranz ist keineswegs aus Lorbeer (Laurus nobilis) , wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte. Nein, er ist aus einer Ranke des Efeu gewunden (Hedera helix). Für die Kunsthistoriker unter uns: es handelt sich also nicht um die Darstellung eines poeta laureatus.

Ausstellung, Bildhauer, Hephaistos, Efeu, Kopf, Kunst, Portrait, Skulptur    Ausstellung, Bildhauer, Hephaistos, Efeu, Kopf, Kunst, Portrait, Skulptur    Ausstellung, Bildhauer, Hephaistos, Efeu, Kopf, Kunst, Portrait, Skulptur

In der Antike wurden solcherart die Götter Osiris, Dionysos und der Esel reitende Hephaistos dargestellt. Vor allem letzterer ist für mich sympathisch, da dieser Feuer- und Erdgott auch als der Gott der Bildhauer gilt. Er ist im Übrigen auch der Erschaffer der Pandora, die in der griechischen Mythologie das Analogon zur Eva darstellt.

Wie man sieht, kann man auch mit Plastiken nette Sachen zur eigenen Belustigung anstellen 😉

Messenotizen

Anbei nur kurz ein Bild von der Internationale Edelmetall- und Rohstoffmesse München, die am 2./3. November stattfand.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, auf der Messe eine erste Ausstellung des ersten von 100 Köpfen zu zeigen. Die Messe war überaus gut besucht und es gab reges Publikumsinteresse. Nicht nur für die eigentlichen Themen der Messe, sondern auch für meine Plastiken und die Möglichkeit, das eigene Portrait in  Edelmetall kaufen zu können.

Ausstellung Messe, Edelmetallmesse München Portrait

Für wen ist das Projekt?

Offenbar – ich schließe das aus einigen Rückmeldungen, die ich erhalte – scheint es ein bisschen untergegangen zu sein für wen dieses Projekt gedacht ist. Vielleicht ist die Sache auch auf der Projektseite zu versteckt angebracht.

Dieses Kunstprojekt ist nicht nur für mich alleine gemacht.

Es ist für die „Zuschauer“ gemacht und ich freue mich über jeden aufrichtigen Kommentar und Dialog.

Und es ist für diejenigen, die sich schon lange wünschen, ein Portrait von sich zu haben oder von jemandem den sie lieben.  Dieser Wunsch lässt sich im Rahmen dieses Kunstprojektes verwirklichen.

Ein zweiter Aspekt ist vielleicht auch noch erwähnenswert:  Man kann „seinen Kopf“ in Edelmetall erhalten. Bronze ist zwar auch möglich, aber Silber hat doch einen besonderen Charme:

Wie diejenigen wissen, die meine Biographie-Seite gelesen haben, habe ich einiges Auf und Ab im Bereich Venture Capital, Kreditfinanzierung und Währungsmanagement erlebt.

Letzteres – Was ist eigentlich eine Währung? – ist ein riesiges Thema. Sehr qualifizierte Beiträge findet Ihr rechts auf der Seite unter „Silber & Gold“. Auf diesen Webseiten ist auch einiges zum Thema „Währung“ und „Währungsentwicklung“ zusammengetragen.

Die Galerie BullionArt bietet einige sehr gehaltvolle Hintergrundinformationen an, da der kürzlich leider verstorbene Vater der Galeristin, Dipl. Kfm. Reinhard Deutsch, einer der ganz großen Kenner des Themas war.

Dort findet sich auch der bemerkenswerte Artikel des Alan Greenspan, langjähriger Notenbankchef der FED, Vorgänger im Amt des heute agierenden Ben Bernanke.

Um die Sache kurz zu machen: das weltweite System an Papiergeldwährungen (Fiat Money) fliegt in den nächsten Jahren in die Luft! 😮

Warum? Papiergeld ist durch nichts gedeckt. Es steht keine Währung dahinter und es vermehrt sich durch den Geldschöpfungsmultiplikator und den Zinseszinseffekt exponentiell.

Dieser nicht-lineare Prozess stellt – mathematisch gesehen –  eine Exponentialfunktion dar. Gleichungen dieser Art gehen irgendwann immer in eine stark expansive Phase über. Die schleichende Beraubung durch Inflation wird dann offenkundig und mit brutaler Wucht zerstörerisch.

Dieser Prozess hat schon längst begonnen und betrifft praktisch alle Währungen und alle Finanzanlagen in Form von Papiervermögen (also Geldmarktpapiere, Anleihen, Zertifikate, die beliebten und ach so sicheren Bundesschatzbriefe etc.).  Auch Aktien sind betroffen, bieten aber noch einen gewissen Schutz, sofern sie werthaltige Unternehmen verbriefen (Stichwort:  „Dividende und Substanz“).

Die zweite Brennstufe der „Rakete Hyperinflation“ ist nun auch schon gezündet worden. Dies geschah durch die aktuelle Hypothekenbankkrise und die daraufhin gestarteten Unterstützungsmassnahmen (Zinssenkungen der Zentralbanken, billiges Geld). 

Direkt ablesbar ist dies am Absturz des USD gegenüber allen anderen Währungen, insbesondere gegenüber den Währungen der  Rohstoffländer. Z.B. Kanada (CAD), Australien (AUD), Südafrika (ZAR) etc.  Natürlich ist der Goldpreis nach oben ausgebrochen und mit ihm die meisten Edelmetalle und Commodities.

Und auch der Euro ist eine Papierwährung und ist betroffen – obwohl der USD gegenüber dem EUR stark gefallen ist. Man kann dies z.B. daran sehen, dass der Euro gegenüber dem kanadischen Dollar und Gold/Silber/Öl auch stark verloren hat. 

Was soll man also tun, um sein sauer erspartes Kapital zu schützen, das derzeit nicht in produktiven Unternehmungen steckt? 

Man bringt es in eine „sichere“ Währung und das ist seit 5000 Jahren Gold und Silber.

Während es wohl ausschließlich Millionären möglich ist, den eigenen Kopf in Gold zu gießen  (Materialpreis ca. 110.000 EUR), bietet sich Silber derzeit noch als echte Alternative an. Allerdings – man sollte schnell handeln. Es wird gerade wieder eine neue – deutlich höhere –  Bewertungsstufe an den internationalen Edelmetallmärkten erklommen.

Endlich fertig – der erste Kopf

Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm    Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm    Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm

Heute bin ich also endlich so weit. Der erste Kopf ist ganz fertig, versäubert und aufgesockelt. Fein geschliffen (erst mit Körnung 80, dann mit K 120 und schließlich mit K 320) bekommt der Gips eine sehr feine Oberfläche, fast wie Marmor. Kleinste Abweichungen werden sichtbar und man muss sehr sehr genau arbeiten.

Aber das wollte ich ja. Ganz bewusst habe ich darauf verzichtet mit „künstlerischem Duktus“ oder durch die Zufälligkeiten des Materialantrags eine etwas expressionistischere Oberfläche zu erzeugen, wie das heutzutage gerne in vielen Fällen gemacht wird.

Es macht natürlich Mühe, diese Genauigkeit zu erreichen. Zwischen dem letzten hier veröffentlichten Bild und diesem, liegt fast noch einmal die doppelte Zahl an Arbeitsstunden.

 Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm    Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm    Ausstellung, Kopf, Köpfe, Portrait, Kunst, Künstler, Enneagramm

Morgen und übermorgen ist der Kopf im Original auf der Internationalen Edelmetall & Rohstoffmesse in München, Olympiagelände, auf dem Messestand von BullionArt zu sehen. Ich selbst werde übermorgen (Samstag) für kurze Zeit gegen Mittag auch persönlich anwesend sein.