Der Künstler

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KURZBIOGRAPHIE Tilmann Krumrey

Geb. 1966 in Frankfurt/ Main und aufgewachsen in Bayern, an Ammersee und Lech.

Erste künstlerische Schritte bei der Bildhauerin Doris von Sengbusch-Eckardt in Esbjerg/ Dänemark (meiner Großtante) und im Haus des 1978 verstorbenen Malers Albert Fessler (ihres Schwiegersohns). Frühe Heranführung an Gestaltungsaufgaben durch den Vater Immo Krumrey (Innenarchitekt, Industriedesigner, hfg ulm, Beispiel aus der Klasse Josef Albers).

1987 bis 1995 autodidaktische Fortbildung als Bildhauer.
1988-1990 Universität: Studium der Kunstgeschichte (Hauptfach), Philosophie und Volkswirtschaft.

Mehrfache und intensive Arbeitsbesuche im Atelier des Bildhauers und Silberschmieds Prof. Hartwig Ullrich, Hildesheim. (Link 2 und 3).

1990-1995 Universität: Studium der Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft. Abschluss mit Diplom (Diplom-Kaufmann Universität) an der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Seit März 1996 eigenes Atelier auf Schloss Pillham im Rottal.

Mitglied im Berufsverband bildender Künstler (BBK).

April 1998 bis Dezember 2004 Aufbau eines Beratungsunternehmens im Bereich Marketing, Private Equity und Finanzierung (Roll-Over Darlehen, Währungs- und Zinsrisiko-Management, Finanzierungsstruktur). Während dieser Zeit entstanden nur wenige Skulpturen.

2005 einjähriges Beratungsprojekt im Bereich Export und Markenaufbau eines Softdrinks in den Balkanländern. Letztmalig Arrangeur des Verkaufs eines mittelständischen Aluminiumofenherstellers an einen Münchner Private Equity Fonds. Beendigung der Beratungstätigkeit.

Vollzeitbeschäftigung mit der Bildhauerei. Mitglied im Sculpture Network.

KUNST – ATELIER / KUNST – WERKSTATT

Nachfolgend ein paar Innenansichten des Ateliers in Pillham und das Steinlager. Hier ruht schon der mächtige Block für die geplante überlebensgroße “Schwarze Madonna”. Unten das Holzlager für die beiden Großskulpturen “Aphrodite” und “Hera” sowie die “Täter-Opfer” Gruppe.

Kunst Atelier, Kunst Werkstatt Kunst Atelier, Kunst Werkstatt Kunst Atelier, Kunst Werkstatt Kunst Atelier, Kunst Werkstatt

Kunst Atelier, Kunst Werkstatt Kunst Atelier, Kunst Werkstatt Steinlager Kunst Werkstatt, Künstler - Steinlager

Kunst Atelier - Steinlager Kunst Atelier Holzlager Kunst Atelier - Holzlager

AUFTRAGSARBEITEN / ARBEITSSCHWERPUNKTE

Bau von Möbeln, Silberschmiedearbeiten (Becher, Besteck) und Schmuckgestaltung nach eigenem Entwurf und im Auftrag.

Entwurf und handwerkliche Umsetzung des Interiordesigns der Galerie Gordian Weber, Köln. Umfangreicher Bibliotheks- und Ausstellungsmöbelbau (Elsbeere) mit handgeschnitztem und vergoldetem Palmettenfries (11 m), Kaminvorsatz aus Kalkstein (Nembro rosato), Farbgestaltung der Wände, Entwurf von Eingangstür und Oberlicht. Referenz: Vorstellung der Galerie im Magazin Architectural Digest Ausgabe April/Mai 2002 S. 87-89, Condé Nast Verlag, München.

Auftragsarbeit Tierskulptur (”Bär”) für Graf und Gräfin Esterhazy, Schloss Pillham.

Wettbewerb “Sprachheilschule”, Stadt Landsberg/ Lech.
Wettbewerb “Brunnengestaltung Theodor Heuss Platz”, Gemeinde Kaufering.
Wettbewerb „Black Madonna of New Orleans”, Sustainable Design Competition for New Orleans, by Global Green/Brad Pitt.

KÜNSTLERISCHE ZIELSETZUNG

Freie bildhauerische Arbeiten in Stein (Marmor, Kalk, Granit), Holz (Eiche, Birne), Ton, Gips und Wachs für Bronzeguss/Edelmetallguss.

Im Mittelpunkt steht die menschliche Figur.

Es hat mich Überwindung gekostet, figurativ zu arbeiten. Meine familiengeschichtlichen Wurzeln liegen in der abstrakten Bildhauerei.

Meine Heroen von früher sind Bildhauer wie Hans Hartung, Hans Uhlmann, Henry Moore, Richard Serra oder auch der deutlich jüngere schweizer Bildhauer Yves Dana.

Mein Vater ist Schüler bei Josef Albers, Johannes Itten, Walter Peterhans und hfg-Absolvent. Meisterschüler im Atelier von Max Bill. Mein Mentor, Prof. Hartwig Ullrich, ist Schüler in der Silberschmiedeklasse des bauhaus-Mannes Wolfgang Tümpel.

Beide sprechen eine ganz andere Formensprache. Nicht leicht, dies alles über Bord zu werfen.

Eine Griechenlandreise 1995 bringt für mich die Wende und das klare Bekenntnis zur figurativen Skulptur. Ich will das Mysterium des Mensch-Seins mit den Mitteln der Bildhauerei erforschen und begreifen. Arbeitstitel: Vom Ego zum Selbst.

Wie von selbst gerate ich damit an die “ewigen Themen”: Gekreuzigt, Gebunden, Verzweifelt, Still, Erweckt. Arbeiten aus dem Steinbruch des Menschseins.

Als ich meine erste “griechische Göttin” erarbeite – es handelt sich um Aphrodite – erkenne ich, dass es sich um wache, individuelle Energien handelt, die auch heute noch lebendig sind. Keine Erfindung, keine Geschichte, kein “Mythos”. Es sind Entitäten, deren Gegenwart ich plötzlich deutlich spüren kann.

Meine Zweifel an der Wirksamkeit der Kunst als Gesellschaft verändernde Kraft lösen sich in Luft auf.

Von nun an arbeite ich an der Errichtung eines sakralen Gebäudes – ich nenne es “Kathedrale” – in dem ich die eine und einzige Geschichte der menschlichen Existenz erzähle.

Joseph Campbell (der amerikanische Altmeister der Mythenforschung) spricht vom “Monomythos”. Ich erzähle diese Geschichte in figurativer Skulptur, aus heutiger Perspektive und in Buchstaben aus Stein, Holz, Bronze und Edelmetall.

Meine Ausstellungen sind die Kapitel dieser Geschichte. Alle meine Skulpturen werden theatralisch inszeniert, mittels Licht, Klang und Geruch und innerhalb einer ausgewählten Lokation mit starkem Genius Loci.

Alles in allem ein wahrhaft barocker Ansatz.

Mein Blog http://sakralbau.wordpress.com erklärt die tieferen Hintergründe dazu und dient als öffentliches künstlerisches Arbeitsbuch.

In Projekten zu Architektur und Interior-Design arbeite ich daran, das sakrale Element in der menschlichen Architektur neu zu verankern

Auch ein zweites Projekt von mir wird im Internet “verewigt”. Hier portraitiere ich akribisch genau die Köpfe von 100 lebenden Persönlichkeiten unserer Zeit. Es sind ausgewählte Menschen, aber keinesfalls Berühmtheiten und nur einige wenige handverlesene Prominente.

Die Köpfe haben ebenso ihren Platz in meiner Kathedrale: Das “Head-Quarter”. Es befindet sich in der Krypta. Aus ihren Gedanken und Träumen entspinnt sich die Realität der Menschheit. Diese 100 Köpfe repräsentieren für mich alle Menschen dieser Erde. Den Blog dazu lest Ihr auf dieser Seite.

Das ikonographische Bild- und Figurenprogramm dieser KATHEDRALE für den Menschen in unserer Zeit wird zu einer neuen Ikonologie zusammengefaßt, die sich keiner äußeren Gegenstände als Symbole bedient. Als Symbol wird die menschliche Gestalt insgesamt erfasst. Durch ihren emotionalen Ausdruck und durch die formale Gestaltung erschließt sich das Symbol, das als Resonanzschlüssel für die damit verbundenen Energien fungiert. Das alles teilt sich unmittelbar und auch unbewußt mit.

Mehr? …