Noch’n kleiner Pausenclown, da ich für den Rest der Woche in meinem Atelier in Niederbayern bin. Folglich geht es hier kaum weiter.
Zum Trost, die bekannte Redewendung Hals über Kopf einmal bildlich ausgedrückt. Viel Spaß
Anmerkung:
Durch den Kopfstand wirken die Dinge sofort „abstrakt“, da dann das begrifflich kategorisierende Denken versagt (bei den meisten Menschen in der linken Gehirnhälfte beheimatet) .
Ergo, wird durch den Kopfstand die gegenständliche, d.h. die von der Denkschablone des Begriffs überlagerte Form ausgehebelt und es tritt das „reine“ Sehen an die Stelle des „kategorischen“ Sehens.
Ein Kunstgriff, den der Maler Baselitz einst zu seinem „Markenzeichen“ machte. Ich nutze dies in meiner praktischen Arbeit oft, in dem ich mir die Dinge von unten (oder aus einem anderen ungewohnten Blickwinkel) ansehe. Dies hilft mir beim klaren Erfassen der tatsächlich vorhandenen Form. In diesem Bild kann man so, anhand der Schattenverläufe an Kinn, Hals und Wangen, besonders gut die subtile Modellierung der Arbeit erkennen.
Die Redewendung steht im allgemeinen Sprachgebrauch für eine verwirrende oder als chaotisch empfundene Situation. Tatsächlich wird dabei das lineare Denkmodell „verwirrt“, was aber auch sein Gutes hat: man kommt in der Folge oft zu ungewohnten Einsichten.

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